Lisa von Lübeck - Teil 4
 
 
Eine häufig gestellte Frage der Betrachter lautet:
 
WARUM SO SCHRÄGE MASTEN AUF DEM HANSESCHIFF ??
 
Alle Überlieferungen aus der Hansezeit dokumentieren das.
Der mittlere Großmast steht lotrecht mit seinem großen Mastkorb,
so wie man das bei   >Koggen<   gewohnt ist. Der hintere, also
der >Besanmast<   mit dem Lateinersegel neigt sich stark nach
achtern. Die gewaltige Rah des Besans (Rute) muss stehts nach
Lee, also auf der windabgewandten Seite gefahren werden. Das
bedeutet, sie muß bei einer Wende oder Halse umgeschiftet werden.
Dieser Vorgang lässt sich bei einem schräg stehenden Mast leichter
ausführen, daher der schräge hintere Besanmast.
 
Nun zu dem >Fockmast< . Die Neigung zum Bug sieht in der Tat
Nicht normal aus und ist doch mit seiner Neigung ziemlich logisch
zu erklären. Um den Segelschwerpunkt in etwa auf der Vorderkante
Wasserlinie zu bekommen, wurde der Mast auch schon früher – so
zeigen es die Bilder / Münzen und Siegel aus der Zeit der Hanse –
schräg aufgestellt. Der Druckpunkt so weit vorn macht ein
Manöverieren leichter. Was heute der Bugstrahlruder bewerkstelligt,
wurde früher - wenn auch wesendlich umständlicher – mit dem
Vorsegel, also dem >Focksegel< durchgeführt 
 
Steuerbordseite Detailansicht.
Gut sichtbar ist die Wallschiene mit der Rüste, Ober- und Unterjuffen mit Weberleinen.  Die Rüsteisen wurden als Kette ausgebildet.
 
Steuerbordseite Seitenansicht des Achterkastell´s. Die Struktur der Eicheplanken ist auch im oberen Bereich gut sichtbar. Ebenfalls die Anordnung der Juffen als stehendes Gut.
 
 
 
 
 
 
 
      Home

Letzte Bearbeitung
 

27. August 2018

Sie sind der

 
kostenlose counter
Besucher

Facebook Like-Button
 
 
ACHTUNG !
Diese Webseite wird fortlaufend aktualisiert.